Reittherapie - Methoden

Methoden

In der Begegnung mit dem Pferd und gut begleitet durch die Reittherapeutin, werden die Klientinnen/Klienten ganzheitlich gefördert.

  • Beziehungsaufbau:
    Eine tägliche Herausforderung – die wir in der Reittherapie auch mit dem Pferd einüben. Wir erfahren, wie viel Nähe wir brauchen, wo unsere Grenzen spürbar werden, was dem anderen (hier → dem Pferd) gut tut. Wir lernen erkennen, wo das Gegenüber seine Grenzen zeigt.

  • Körpersprache und ihre Wirkung:
    Mit dem Pferd erfahre ich, wie ich über meine Körpersprache wirke. Folgt es mir, lässt es sich vertrauensvoll auf mich ein? Kann ich es leiten - beim führen? Kann ich es lenken - beim reiten?

  • Sinne wahrnehmen und schulen:
    Mit und auf dem Pferd, in der Natur – zu den jeweiligen Wetterbedingungen und Jahreszeiten - lassen wir uns berühren. Wir sind ganz da, im Spüren, Sehen, Hören, Riechen.

  • Selbstwahrnehmung – Selbstwirksamkeit – Sozialkompetenz:
    Das Pferd motiviert zu Interaktion. Kinder im Besonderen, möchten teilhaben, möchten lernen.
    In der Beschäftigung mit dem Pferd gibt es viel zu tun:
    • Knoten binden und lösen, Halfter anziehen und ausziehen → Schulung der Feinmotorik
    • Das Pferd putzen, aufsatteln, richtig führen → Geschicklichkeit, Grob- und Feinmotorik, Einfühlung
    • Ich lerne gut auf mich selbst zu achten, denn das Interagieren mit einem großen Tier erfordert Sorgfalt → Wertschätzung für mich und mein Gegenüber
    • Pläne schmieden und umsetzen → Kognition
    • Abläufe kennenlernen und nach und nach selbstständig agieren → Verantwortung übernehmen

  • Bewusstseinsbildung:
    In der Reflexion des Erlebten wird bewusst, wo Ansatzpunkte sind, uns aus „alten Verhaltensmustern“ zu lösen. Selbstwirksamkeit zu entdecken, Mut und Neugierde zu spüren, Freude im Miteinander.